Die Vision von Renate und Franz Rieger, die zur Gründung der Renate und Franz Rieger-Stiftung führte, begann 2013 auf einer Safari in Ostafrika. Dort entdeckte das Ehepaar seine Liebe zu diesem Land. Ihr Safari-Guide Eliud Mang’ana konnte neben umfangreichen Kenntnissen über Tiere, Land und Leute auch die Probleme der Bevölkerung dem Ehepaar Rieger näherbringen.

So sehr das Land und die Herzlichkeit der Menschen die Riegers berührte, so wenig konnten sie aber auch die großen Probleme übersehen, die es in Ostafrika gibt: Viele soziale Missstände, aber auch politische und Umweltprobleme. Besonders die Situation der Frauen gab Anlass zur Sorge und zum Nachdenken. Die Vision der Riegers angesichts der Probleme lautete: Hoffnung geben, etwas Soziales tun, das einen bleibenden Wert hat.

Denn ohne Nachhaltigkeit nützt kein soziales Projekt. Es ist leicht, bei der Fülle an notwendiger Hilfe den Mut zu verlieren. Doch wer Gutes tun will, muss irgendwo anfangen und seine guten Absichten konkret werden lassen und handeln. Nach diesem Motto handelte das Ehepaar Rieger, das sein Engagement in Kenia begann und damit ihre Vision verwirklichte. Unter den vielen Möglichkeiten für ein soziales Engagement entschieden sie sich, benachteiligten Frauen in Kenia zu helfen: Mit der Gründung der Franz und Renate Rieger-Schule. Die Idee hinter dieser Schule war es, Frauen eine Chance zu einem selbstbestimmteren Leben zu geben, indem sie dort das Nähen erlernen. Die Schule für 30 Frauen, in der 2 Lehrer unterrichten, und eine Werkstatt für ausgelernte Schülerinnen wurden gebaut. Mit der Gründung der Stiftung soll die Vision von Renate und Franz Rieger dauerhaft in eine sinnvolle Unterstützung der Frauen in Kenia übergehen.

Franz Rieger mit Gruppe afrikanischer Männer
Nähschule Rieger Stiftung Sprecherin
Frau mit Wasserkanister vor Hütte in Kenia

Probleme der Frauen

In vielen Teilen Afrikas haben Frauen einen schlechteren Status als die Männer. Sie werden wenig geachtet und daher auch wenig oder gar nicht gefördert. Viele Frauen haben keinen Zugang zu Bildung und können sich aufgrund dessen auch nicht selbstständig aus ihrer Situation befreien. Das trifft vor allem auf ländliche Gebiete zu.

Patriarchale Strukturen und kulturelle Vorbehalte gegenüber Frauen verschärfen das Problem auf familiärer Ebene. Polygame Ehen sind in Kenia legal, so dass ein Mann seine Familien oft nicht versorgen kann oder will. Die Verantwortung für die Kinder obliegt allein den Frauen. Die Polygamie bringt Probleme wie HIV-Infektionen mit sich, ebenso wie die Problematik minderjähriger Mütter. Ein Fünftel der Frauen im Alter von 15-19 Jahren sind alleinstehende Teenager-Mütter.

Die Nähschule ist ein Start in ein selbstbestimmteres Leben. Die Schule gibt eine Möglichkeit zur Bildung und zur ökonomischen Selbstständigkeit, indem mit den Näharbeiten Geld verdient wird.

Ziele

Der Name der Nähschule Renate und Franz Rieger-Stiftung - Women Empowerment trägt das Ziel der Stiftung bereits in sich. Die Unterstützung und Wertschätzung der Frauen.

Mit eigenem Verdienst sind die Frauen in der Lage, ihre eigene Situation und die der Familie zu verbessern. Unsere Stiftung möchte deshalb Frauen mit einer Ausbildung zur Näherin fördern.

Konkrete Ziele der Stiftung sind:

  • Etablierung und Gründung weiterer Nähschulen
  • Einjährige Ausbildung zur Näherin mit Abschlussprüfung
  • Eigenständige Fertigung von Textilien jeglicher Art, z. B. Schuluniformen
  • Gewinnung von Nähaufträgen für die ausgelernten Frauen